Krank sein und krank bleiben wollen

Lassen sich Hintergründe dafür erkennen?


A. Gesundheit – unser höchstes Gut?

Gesundheit ist doch unser höchstes Gut, oder? Ja, und wie heißt es doch: „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts!“

Nun kennen viele Behandler – Ärzte, Heilpraktiker, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Masseure - aus ihrer Praxis Fälle, in denen sie alle heilkundlichen und sonstigen fachlichen Register gezogen haben, um Patienten wieder zur Gesundheit zurückzuführen. Aber bei einigen scheint „Hopfen und Malz verloren“ zu sein, an ihnen können wir uns in der Praxis „die Zähne ausbeißen“ und dann hören, daß alles nichts geholfen habe, wir es eben mit einem besonders schweren Fall zu tun hätten. Aber warum ist das so? Wollen nicht doch alle Menschen gesund sein?
Zweifellos haben sowohl Gesundheit als auch Krankheit gewisse Vorteile und Nachteile. In diesem Sinne bringt Gesundheit nicht nur körperliches und seelisches Wohlbefinden, sondern auch Aufgaben, Pflichten, Rücksichtnahme auf andere, die monatlichen Beiträge für die Krankenkasse, ohne daß man sich „seine jährliche Grippe holen“ kann und will.
Krankheit bedeutet natürlich eine Reihe von Unannehmlichkeiten, Beschwerden, Schmerzen, Verzicht auf Chancen im Leben und vieles andere. Aber können Krankheiten oder sonstige Einschränkungen auch Vorteile mit sich bringen? Nachfolgend wollen wir einmal eine Reihe von erkennbaren und nicht erkennbaren Anzeichen zusammenstellen, die sicher weiterer Überlegung wert sind.

B. Erkennbare Anzeichen, nicht gesund werden zu wollen

Die Verhaltensbeobachtung, die Art der Symptome, die Stellung zum eigenen Körper, das Beschreiben der Symptome, „wie wenn man über einen schlecht funktionierenden Motor spricht“, können Anzeichen dafür sein, warum es mit der Regeneration nicht vorwärts geht. Darüber hinaus lassen sich oft folgende Anzeichen erkennen, den Zustand der Krankheit zu behalten:

  • Termine werden nicht wahrgenommen oder verzögert.
  • Fernbleiben von der Praxis ohne Entschuldigung.
  • Heilkundlich verordnete, biologisch sinnvolle, nebenwirkungsfreie Medikamente werden nicht oder nur sehr unregelmäßig eingenommen.
  • „Pendelbewegungen“. Beschwerden mal besser, mal schlechter, ohne zunehmende Besserung des Befindens. „Es ist immer alles gleich!“
  • „Keine Zeit“ für Bewegung und kurzzeitiges Gesundheitsprogramm. Mangelnde eigene Initiative – „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier!“
  • An Krankheit und ihre Beschwerden kann man sich gewöhnen, Veränderungen des Zustands werden nicht mehr bemerkt.
  • Die „Chance zum Jammern“. Beschwerden, Schmerzen, Krankheiten und darüber reden, werden zum Lebensinhalt.

C. Nicht erkennbare Anzeichen, Gesundung zu verzögern oder unmöglich zu machen

Wer hat es in der Sprechstunde nicht schon erlebt, mit Krankheitsbildern konfrontiert zu sein, die nicht ohne weiteres nachweisbar sind: Kopfschmerzen, Übelkeit, ständige Müdigkeit, „vegetative Dystonie“! Wir werden sehen, daß es Möglichkeiten gibt, die Hintergründe vorgeschobener Beschwerden zu erkennen.

  • Befürchtete „Nachteile“ bei Gesundung und Regeneration, z. B. wieder volle Verantwortung für sich und andere, Arbeits- und Leistungspflicht.
  • Verzicht auf Vorteile bei Krankheit, z. B. verringerte Zuwendung, Anteilnahme, Verwöhnung.
  • Unbewußte Schuldgefühle, dadurch zur Katharsis (Reinigung) Eingrenzung, Bestrafung.
  • Religiöse Vorstellungen, z. B. „Gott hat mich für mein früheres Verhalten bestraft, deshalb muß ich leiden!“
  • „Ich habe es wahrscheinlich verdient, krank zu sein!“
  • „Renten-Neurose“: Im Extrem bis hin zu spastischen Lähmungen und Krämpfen. Nur bei längerer Krankheit ist finanzielle Versorgung möglich.
  • „Nur wenn ich als krank gelte, erhalte ich Gelder von Staat, von der Versicherung, sonstigen „Zahlmeistern“. Die sog. Gesundheitsreform hat den Begriff „Chroniker“ geschaffen!

D. Möglichkeiten psychosomatischer Diagnostik: Der Tu-Anima-Bildertest

Ein besonderer psychologischer Test mit Symbolbildern kann den Beratern und Behandlern eine optimale Hilfe sein, verborgene Hintergründe für Beschwerden und Krankheiten zu erkennen, sie mit dem Klienten oder Patienten zu besprechen und aufzulösen. Das ist der Tu-Anima-Bildertest (TUA-Test) von Dr. Heinrich Reich (1888 – 1961), der hier vorgestellt werden soll. Dr. Reich begann um die fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts damit, sich meditativ auf Ursymbole der Menschheit, im Sinne der Archetypen, wie C. G. Jung sie nannte, einzustellen.

In der Meditation auf Symbole wie Lebensflamme, Sonne, Mond, Alpha, Omega, Schlange, Kind, Ring, Distel, Ähre entstanden innerhalb weniger Monate 150 Bildtafeln. zu 60 meditierten Symbolen, aus denen heraus Reich durch eine Art Innenschau seine farbigen Gestaltungen gewonnen hatte.

Seine reichen Erfahrungen mit dem Test und  Ergebnisse aus statistischen Untersuchungen legte Reich in einer Reihe von Veröffentlichungen nieder, besonders in seinem Buch „Seelenbilder – Strukturanalyse der Seele durch gegenstandsfreie Bilder“ (1). In seinem Beitrag „Durchleuchtung der Seele“ (2) führte Reich dazu aus:

„Während der Intellekt sich der Worte und Begriffe bedient, muß die Seele zu Symbolen greifen, um Unsagbares verständlich zu machen. Solche Symbole finden sich in der Astrologie als Planeten- und Tierkreiszeichen, zum Beispiel Sinnbilder für das Aggressive (Mars), das Joviale (Jupiter), das Mütterliche (Mond) oder ein Quadrat für eine Spannung und ein Trigon für eine Harmonie. Andere Symbole sind etwa „Ring“ für eheliche Partnerschaft oder „Messer“ für gewaltsame Trennung oder „Herz“ für Liebe...Sollte es möglich sein, diese seelischen Strukturen, wie sie sich in Symbolen ausdrücken, in gegenstandslosen Farb-Form-Komplexen darzustellen, so müsste auch der Versuch gelingen, durch Wahl oder Ablehnung solcher Bilder auf Grund von Sympathie oder Antipathie auf seelische Haltungen zu schließen. Es wurden gegenstandslose Bilder gemalt in der festen Absicht, einen besonderen Bestandteil des Innenlebens darzustellen. Demut oder Stolz, Koketterie oder Mütterlichkeit, Freiheit oder Zwang, nur mit Farben und Linien, also modern im besten Sinn. Tatsächlich hat sich experimentell in hunderten von Versuchen an Menschen jeglichen Alters, Geschlechts und Bildungsgrades erwiesen, daß aus diesen gegenstandslosen Bildern, unbewusst natürlich, gefühlsmäßig und vielleicht sogar spielerisch, diese in den Bildern herausmeditierten Symbole erkannt werden. Wie im Röntgenbild der innere Aufbau, die Größe und Lage von Organen und Fremdkörpern zur Darstellung kommt, so müssen sich also in diesen Röntgenbildern der Seele durch die Wahl nach Zuneigung oder Abneigung Schlüsse auf die Struktur der Seele ziehen lassen.“

H. Reich hatte ursprünglich eine naturwissenschaftlich orientierte Ausbildung in Medizin an den Universitäten Straßburg, Göttingen und München absolviert, die er 1912 mit dem Staatsexamen abschloß. Eine Reihe seiner Artikel in medizinischen Fachzeitschriften waren danach noch neurologisch ausgerichtet.
Ein achtjähriger Aufenthalt vor dem II. Weltkrieg im Fernen Osten, verbunden mit einer Dozententätigkeit an der Universität Batavia im damaligen Indonesien, und zahlreiche Reisen nach Indien, China, Japan, Korea und Neu-Guinea weckten allem Anschein nach ein zunehmend größer werdendes Interesse an den Grenzgebieten des Wissens, vor allem an der Symbolik.
Reich arbeitete nach seiner Rückkehr aus Asien als Röntgen-Facharzt in Den Haag und Berlin. Diese Art, den menschlichen Körper zu durchleuchten, war jedoch für ihn, der immer mehr in die Tiefen der menschlichen Seele eindringen wollte, auf die Dauer unbefriedigend.

Als 1945 durch die Kriegsverhältnisse die Berliner Wahlheimat verloren ging, fand Reich in München, seinem Geburtsort, eine neue Wirkungsstätte als Maler und Schriftsteller. Dort entstanden dann Bücher wie "Menschenleben zwischen Herz und Hirn","Das Geheimnis des Tierkreises", "Die kosmische Prägung des Charakters" und die Symbolbilder und Schriften über den von Reich geschaffenen Tu-Anima-Bildertest.
Die genannten Buchtitel lassen aufhorchen. Sie zeigen, daß Reich sich auch intensiv mit der seriösen Astrologie auseinandersetzte, an deren Weiterentwicklung zur Kosmobiologie er als Mitbegründer der „Kosmobiologischen Akademie Aalen, Arbeitsgemeinschaft e.V.“ maßgeblichen Anteil hatte.
Unter den 36 Symbolen der Reich`schen Seelenbilder ist auch astrologische Symbolik zu finden. Reich meditierte über den Symbolen Sonne und Mond, Merkur, Venus und Mars, Jupiter und Saturn wie auch über die beiden Winkel oder Aspekte Trigon (Dreieck) und Quadrat.
In diesem Zusammenhang ist interessant, daß die von Patienten und anderen Personen ausgewählten Symbolbilder mit astrologischem Hintergrund eine deutliche Beziehung zu deren Geburtsbildern (Kosmogrammen) haben.

Reich ging nach dieser und einer Fülle weiterer Erfahrungen davon aus, daß die meditierte Symbolik und ihre künstlerische Darstellung beim Betrachter bestimmte Reaktionen auslösen musste. Er bezeichnet von da an den zunehmend aus der Praxis entstandenen Test als ein „Evokations-Verfahren“ (evocare, lat., hervorrufen) und führte dazu aus:

„Es ist also so, daß unser Test, wie die Erfahrung zeigt, eine besondere Spezifität oder Resonanz zur Dynamik seelischer Strukturen besitzt und daher sehr häufig zu seelischen Situationen paßt, wie der Schlüssel zu einem Schloß und nicht etwa wie ein Dietrich, sondern wie ein genau passender Schlüssel“ (3).

E. Ist die Durchführung des TUA-Tests sehr zeitaufwendig?

Nein! Die 36 Symbolkarten werden vor den Patienten hingelegt, am besten 4 Reihen mit jeweils 9 Bildern. Daraus werden 12 sympathische und 12 unsympathische Testkarten ausgewählt, die restlichen 12 werden dann weggelegt, sind gelten als neutral.
In einer zweiten Wahl ist das sympathischste und das unsympathischste Symbolbild auszuwählen, woraus sich eine Art Grundspannung des Patienten ergibt.
Diese geschilderten Wahlvorgängewerden vom Patienten in wenigen Minuten bewältigt, und das Testprotokoll mit der Aufzeichnung der Bildnummern ist ebenfalls schnell erledigt.
Für die Bewertung der sympathischen und unsympathischen Symbolkarten liegen ausführliche Interpretationen vor, die noch durch jeweils 3 Fragen, die der Behandler dem Patienten stellen kann, ergänzt werden (4).

F. Welche Bereiche derPersönlichkeit können erfasst werden?

Nach dem heutigen Stand der TUA-Diagnostik können erheblich mehr Persönlichkeitsbereiche erfasst werden, als mit anderen üblichen Testmethoden möglich ist. Deshalb habe ich die gegenüber den ursprünglichen Veröffentlichungen von Dr. Reich erweiterten Erkenntnisse über die Aussage-Dimensionen des Tests in mein Lehrbuch über den TUA-Test mit dem Titel „Schlüssel zum Geheimnis der Seele – mit der Tu-Anima-Bildertest“ (5) eingearbeitet. Natürlich hängt die Qualität der Aussagemöglichkeiten neben den im Buch gegebenen Interpretationen auch noch von der Fähigkeit des Behandlers oder Gutachters ab,  mit der Symbolsprache umzugehen;  darüber hinaus ist es wichtig, sich in die Lebensgeschichte des Klienten oder Patienten einzufühlen und sie mit den Testaussagen sinnvoll zu kombinieren. Folgende Dimensionen der Persönlichkeit lassen sich also erkennen:

  • Wie stehen die Menschen zu sich selbst?
  • Wie stehen sie zu ihrer Mitwelt?
  • Die individuelle Einstellung zu Gesundheitund Krankheit
  • Wille und Leistung, Erfolg und Misserfolg
  • Aggression und Wut, Verzeihung und Versöhnung
  • Die Welt der Phantasien und Ideen
  • Verzicht und Trauer
  • Leben und Tod
  • Religiöse Einstellung
  • Das Leben und Erleben von Gegenwart, Zukunft und Vergangenheit

G. Beispiele von Symbolbildern und deren Interpretation

Die Zeit spielt im menschlichen Leben erfahrungsgemäß eine große Rolle, seien es die Vergangenheit mit bisherigen Erlebnissen und Erfahrungen, die Gegenwart mit dem erreichten Reifungsstand, die Zukunft mit den auf sie gerichteten Sehnsüchten, Wünschen und Motivationen. Diese drei Zeiten sind im TUA-Test erfasst. Als Beispiele werden nachstehend die Symbolbilder für die Vergangenheit und die Gegenwart gezeigt und deren Deutungsgehalt offengelegt.

1. Gegenwart und Vergangenheit
Wird in der Testsituation das Symbol „Gebrochene Säule“ (Abb. 3) als sympathisch erlebt, dann läßt sich daraus schließen, daß der Patient bereit ist, Rückschau auf seine bisherige Vergangenheit zu nehmen, sich zu besinnen und zu erinnern. Dabei kann es sein, daß frühere Erlebnisse und Erfahrungen noch nachschwingen, vielleicht sogar im tiefsten Innern „brodeln“, aber sie wollen nachträglich nochmals „angesehen“ und verarbeitet werden.
Wird jedoch die „Gebrochene Säule“ abgelehnt, dann will der Patient mit seiner Vergangenheit nichts mehr zu tun haben. Frühere Traumata werden dann in die tiefsten Seelenschichten verdrängt, ohne nachträglich aufgearbeitet werden zu wollen. Eine der Folgen hieraus kann sein, daß im Laufe der Zeit erhebliche Herz- und Kreislauf-Beschwerden, Schlafstörungen, Angstzustände bis hin zu rheumatischen Schmerzen entstehen.
Die Gegenwart wird durch das Symbol „Stehende Säule“ (Abb. 4) repräsentiert. Sympathie für diese Testkarte ist dann so zu interpretieren, daß „hier und jetzt“ die anstehenden Aufgaben und Probleme angegangen werden wollen. Es besteht also die Bereitschaft, „den Stier bei den Hörnern zu fassen“.
Das als unsympathisch abgelehnte Symbol „Stehende Säule“ vermittelt den Eindruck, daß die gegenwärtige Situation nicht akzeptiert, „der Kopf in den Sand gesteckt“ werden will.

Abb.3 - Gebrochene Säule
Abb.4 - Stehende Säule

2. Reifungsprozesse – ja oder nein?
Jeder von uns hat sicher schon Situationen erlebt, die zunächst unangenehm und beunruhigend waren; aber nach einiger Zeit konnte erkannt werden, daß ein wichtiger Reifungsprozess für die Persönlichkeitsentwicklung anstand, ähnlich einer Krankheit wie Röteln, Masern oder Scharlach, nach deren natürlicher Überwindung sich eine Häutungs- und Regenerationsphase ergab.
Solche Häutungsphasen können sich körperlich und seelisch, aber auch symbolisch zeigen. Was den TUA-Test angeht, verbindet sich damit das Symbol der Schlange. Diese muß bekanntlich von Zeit zu Zeit ihre alte, harte und zu klein gewordene Haut abstreifen und der neuen, zunächst noch weichen Haut weichen.
Wird das Symbolbild „Schlange“ (Abb. 5) als sympathisch erlebt, besteht die Bereitschaft zu einer „neuen Haut“, also zu einer Veränderung, auch wenn damit vorläufig noch Verletzungsgefahren verbunden sein könnten. Ablehnung dieses Symbolbildes bedeutet, daß gegenwärtig keine Veränderung riskiert werden und alles lieber „bei alten gelassen“ werden will, auch wenn das belastend sein sollte.

Abb. 5 - Schlange
Abb. 6 - Sonne
Abb. 7 - Lebensflamme

3. Gesundheit und Krankheit

Wer mit Patienten umgeht, wird natürlich mit der Polarität vonGesundheit undKrankheit konfrontiert. Im Allgemeinen können wir davon ausgehen, daß Patienten wieder gesund werden wollen, wenn sie unter Beschwerden, Schmerzen, Krankheiten leiden. Die Erfahrung zeigt jedoch, daß Krankheit im Persönlichkeitsgefüge allerdings auch einen in gewisser Weise positiven Wert erhalten kann: Krankheit bedeutet beispielsweise, wie schon eingangs ausgedrückt, auch das Freiwerden von bisherigen Pflichten; der Leidende erfährt Mitgefühl, Mitleid, Anteilnahme, Hilfsbereitschaft, Unterstützung durch die Mitwelt, und denken wir nur an das Wort von der „Flucht in die Krankheit“. Es sind vor allem zwei Symbolbilder, die allein oder auch in der Kombination mit anderen Symbolen Aussagen über die Vitalität im weitesten Sinne zulassen.

a) Das Symbol der Lebensflamme
Dieses Symbol steht für die Einstellung um eigenen Leben. Wird es als sympathisch gewählt, wird das Leben mit seinen täglichen Aufgaben bejaht. Wird es abgelehnt, muß darauf geschlossen werden, das die Lebensfreude erheblich beeinträchtigt ist.

b) Das Symbol der Sonne
Damit werden Lebenskraft, Konstitution, Körper, Herz, Blutkreislauf, Vitalität erfasst. Die sympathische Wahl läßt auf den Wunsch schließen, gesund, vital, stark, den Anforderungen des Lebens gewachsen zu sein. Wird das Sonnensymbol abgelehnt, muß vermutet werden, daß alles, was mit Konstitution, Blutkreislauf, Gesundheit zusammenhängt, eingeschränkt oder sogar blockiert ist.

 H. Zusammenfassung

Der TUA-Test hat sich in über 50 Jahren in Medizin, Heilkunde, Psychotherapie wie auch Lebensberatung bestens bewährt. Weil er jedoch mit Symbolbildern arbeitet, die aus der Meditation entstanden sind, hat die akademische Wissenschaft in Medizin und Psychologie Probleme, damit umzugehen. Der TUA-Test gilt also als nicht „wissenschaftlich“. Dies sollte jedoch den psychosomatisch ausgerichteten Behandler nicht davon abhalten, mit diesem bewährten Test zu arbeiten. Er wird immer wieder erstaunt sein, wie deutlich vor allem die unbewussten Dimensionen des Seelenlebens erkannt werden können.
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Literatur:

1) Reich, H., Seelenbilder – Strukturanalyse der Seele durch gegenstandsfreie Bilder. Lehrbuch des TUA-Testverfahrens und einer experimentellen Malerei. Zürich 1960.
2) Reich, H., Durchleuchtung der Seele, in Ztschr. Der Psychologe, (Hrsg. G. H. Graber), H 6, Bd 3, Bern 1951.
3) Seelenbilder, a.a.O., S. 32.
4) Ebertin, B., Schlüssel zum Geheimnis der Seele – mit dem Tu-Anima-Bildertest. Bad Wildbad 2006.

 
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