| Können Verstorbene gegenwärtig sein und noch etwas bewirken? |
| Das karmische Gedächtnis |
| Kränkung und Krankheit, Ermutigung und Gesundheit |
| Der Verdrängung auf der Spur |
|
|||||||||
| |
|
Sexualstörungen bei MännernStatistische Untersuchungen zeigten, daß 20% der Patienten, die sich wegen psychischer Probleme in eine ambulante Behandlung begeben, unter therapiebedürftigen sexuellen Störungen leiden. In einer demographisch repräsentativen Umfrage wurde festgestellt, daß 31% der befragten Personen im letzten Halbjahr sexuelle Probleme hatten, aber sich nur 10% von ihnen in Behandlung begaben. Gezielte Behandlungen sexueller Störungen unterbleiben meist, weil diese Art von körperlicher Insuffizienz nach wie vor ein Tabu-Thema ist. Funktionelle Sexualstörungen können nach vier Kriterien definiert werden (Kockott, G. und Fahrner E.-M., Sexualstörungen des Mannes. Reihe Fortschritte der Psychotherapie. S. 1. Göttingen 2000.)
Gemeint sind funktionelle Störungen, die ständig vorhanden sind und nicht mit irgend-welchen zeitlichen Unpässlichkeiten, z. B. wie starker gelegentlicher Ermüdung oder Erschöpfung verbunden sein können. Nach den Forschungen der Sexualtherapeuten Ellis, Masters und Johnson, Kaplan, werden von ihnen vier Phasen sexueller Störungen unterschieden:
Selbstverständlich sind das künstliche klinische Einteilungen, die wenig mit den individuellen Verhaltensweisen sich annähernder und liebender Partner zu tun haben. A. Sexuelle Unlust (Sexuelle Appetenzstörungen)Hier zeigt sich ein Mangel an sexuellem Interesse, an partnerschaftlich entsprechenden Aktivitäten oder der Bereitschaft, auf die Aktivitäten, Wünsche, Bedürfnisse einer Partnerin einzugehen. 1. Primäre StörungenDiese nimmt man an, wenn ein Patient noch nie und in keiner Situation einem anderen Menschen gegenüber sexuelles Interesse und damit verbundenes Verhalten gezeigt hat. Mit anderen Worten: Primär ist eine Störung, wenn sie vom üblichen Beginn sexueller Aktivitäten an bestand und noch besteht. 2. Sekundäre StörungenSie entstehen bei mehr oder weniger offenen Partnerschaftskonflikten, Machtkämpfen in der Partnerschaft, gesundheitlichen Beschwerden, beruflichen und/oder privaten Überlastungen. In solchen Fällen können Erektionen und Ejakulationen unabhängig von partnerschaft-lichen Situationen (z. B. Betrachten von Fotos oder Anschauen von Filmen mit stimulierenden Szenen usw.) entstehen. In der akuten Situation zeigt sich dagegen die Unfähigkeit zur erotisch-sexuellen Begegnung. 3. Sexuelle AversionDiese Art der Abstinenz ist gegeben, wenn unangenehme Gefühle bis hin zu Ekelreaktionen bei der Vorstellung erotisch-sexueller Beziehungen entstehen. Furcht vor Frauen, Angst vor ihrem möglichem Verhalten, bewusste und unbewußte Ablehnung der Partnerin begünstigen dieses Symptom, Furcht „vom Weibe gefressen zu werden“. B. ErektionsstörungenDie Erektion kann ungenügend sein oder nicht lange genug anhalten. Es kommt vor, daß die Erektion im Bereich des Vorspiels ausreichend ausgeprägt ist, aber im Augenblick der gewünschten Vereinigung deutlich nachläßt. Kockott und Fahrner führen hierzu aus: „Dieser Ablauf ist ein wichtiger Hinweis auf eine psychische Bedingtheit. Entwickelt sich während des Petting die Erektion nur sehr schwach oder schwankend oder kommt sie gar nicht zustande und besteht die Symptomatik durchgängig, d. h. auch bei der Masturbation und den morgendlichen Erektionen, dann ist eine körperliche Ursache zu vermuten. Vor allem in dieser Situation und bei primären Erektionsstörungen sollten differentialdiagnostisch organische Ursachen durch eine urologische bzw. andrologische Untersuchung ausgeschlossen werden.“ Aus heilkundlicher und psychologischer Sicht ist die Aufnahme einer ausführlichen Lebens- und Krankengeschichte dringend erforderlich; denn es ist daran zu denken, daß Hintergründe aus Erziehung und Elternhaus vorliegen, die für Diagnose und Therapie wichtig sind, z. B.:
C. Ejakulationsstörungen1. Vorzeitiger Samenerguß (Ejaculatio praecox)In diesem Fall hat der Patient keine oder nur eine ungenügende Kontrolle über den Ablauf des Ejakulationsprozesses. Hintergründe hierfür können erste Erfahrungen unter sehr ungünstigen äußeren Bedingungen sein, z. B. Angst vor dem Entdeckt-werden, Angst vor dem Versagen beim ersten Mal, eigentlich noch keine Bereitschaft zur sexuellen Begegnung, Befürchtung einer ungewollten Schwangerschaft usw. Das heißt mit anderen Worten: Es entstehen Blockaden im erotisch-sexuellen Vollzug aus emotionalen oder auch verstandesmäßigen Gründen. 2. Stark verzögerter oder ausbleibender OrgasmusHochgradige Differenz zwischen Samenerguß und nachfolgendem Gefühl der Entspannung und Erlösung etc. Häufig endet der Versuch beider Partner, gemeinsam und zumindest zeitlich möglichst nahe, den Höhepunkt zu erreichen, in körperlicher Erschöpfung und Unzufriedenheit. Die Hintergründe sind auch in diesem Fall meistens psychogener Art: Bindungsangst des Mannes, unabhängig von der Partnerin ablaufende sexuelle Phantasien, z. B. GV mit einer Frau und der Gedanke an eine andere, starke Mutterbindung und damit als ihr gegenüber treulos erlebte Situation, mit einer anderen Frau zusammen zu sein. Gelegentlich spielen Alkohol, Psychopharmaka, Beta-Blocker oder auch Erkrankungen wie Diabetes oder Erkrankungen im Nieren-Blasen-Bereich eine Rolle. D. PharmakaEs ist heute bekannt, daß ein Teil pharmazeutischer Produkte bei manchen Personen sexuelle Störungen verursachen können. Man geht jedoch davon aus, daß im allgemeinen nicht das Medikament die ausschließliche Ursache ist, sondern auch andere Gründe eine Rolle spielen. Kockott und Fahrner weisen darauf hin, daß 17% der unbehandelten Hypertoniker und 25% der behandelten Hypertoniker an Erektionsstörungen leiden. Eine besondere Rolle auf der erotisch-sexuellen Ebene scheinen Psychopharmaka zu spielen, die sich besonders im Sinne der Ruhigstellung des Patienten auswirken können. E. TherapieEine kombinierte heilkundliche und psychologisch-psychotherapeutische Behandlung ist in den überwiegenden Fällen möglich., sei es in der Einzel- oder Partnerschaftsberatung. |
|
| "... Wege zur Gesundheit!" | © Copyright 2004-2009 by Dr. phil. Baldur R. Ebertin | info@ebertin-stuttgart.de | |