| Können Verstorbene gegenwärtig sein und noch etwas bewirken? |
| Das karmische Gedächtnis |
| Kränkung und Krankheit, Ermutigung und Gesundheit |
| Der Verdrängung auf der Spur |
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ReinkarnationIn der Jahrtausende alten Menschheitsgeschichte taucht häufig der Gedanke auf, daß die menschliche Seele unsterblich sei und nach dem körperlichen Tod in einer "anderen Welt" weiterlebe. In Deutschland ist heute nach demoskopischen Umfragen mindestens jeder vierte Bürger davon überzeugt, daß nach dem Tode "nicht alles vorbei" sei und sich die unsterbliche Seele irgendwann wieder verkörpere - inkarniere. Religionsphilosophisch gesehen kann man vermuten, daß Reifungsprozesse im Allgemeinen nicht innerhalb nur eines Lebens abgeschlossen werden können, sondern längere Zeit noptwendig sei, um eine Vollendung zu erreichen, die letztlich in Gottes Nähe führen könnte. In unserer Zivilisation wird heute vieles dafür getan, den individuellen Tod hinauszuzögern, auch wenn es nur darum geht, die körperlichen Funktionen eines deutlich vom Tode gezeichneten Menschen noch eine Zeitlang zu erhalten. Am wichtigsten scheint da und dort ein Gewinn an Lebenszeit zu sein, und sei es nur für wenige Monate, Wochen oder Tage, und das in einer Zeit zunmehmend hoher Lebenserwartung, die heute statistisch zwischen 72 und 78 Jahren liegt, mit steigender Tendenz. Das heißt mit anderen Worten, daß der Sterbende länger als vielleicht sinnvoll - von unserer Seite aus gesehen - an der Schwelle zwischen hier und drüben gehalten wird und nicht "hinübergehen" kann oder darf. Vielleicht nehmen wir aber auch nur an, wir könnten mit unseren medizinischen und technischen Methoden Leben länger als bisher möglich erhalten und übersehen dabei den tiefen Sinn des Abschiednehmens zwischen Sterbenden und Hinterbliebenen. Es könnte aber auch sein, daß die aus dem Bewußtsein verdrängten Gedanken um den Tod durch längere Sterbephasen den Übergang von einer Seinsweise zur anderen vorbereiten helfen sollen. Wer der Auffassung ist, daß mit diesem Leben "alles vorbei" sei, wird sein Leben so lange als nur möglich erhalten wollen, auch wenn es mit erheblichen Einschränkungen - zum Beispiel nach Organ-Transplantationen - verbunden sein sollte. Solche Menschen wollen nicht in ein angeblich bodenloses, alles Leben zerstörendes Nichts fallen und sind deshalb zu vielerlei Kompromissen an das Leben bereit. Ganz anders wird der Tod von Menschen erlebt, die von der Unsterblichkeit der Seele oder sogar von der Reinkarnation (Wiederverkörperung) überzeugt sind. Sie erleben Geburt und Tod als Übergangsphasen von einer Seinsweise in eine andere, als Entwicklungsprozeß auf der Wanderschaft" von hier nach drüben "in die "andere Welt" , oder von drüben nach hier in das irdische Leben. Der Anthroposoph Dr. Rudolf Steiner hat sich in seinen Vorträgen und Büchern ausführlich mit dem Gedanken der Reinkarnation beschäftigt. Aufbauend auf dem Gedanken der Reinkarnation wurde seit den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Reinkarnations-Therapie - in den englischsprachigen Ländern Regression-Therapy - entwickelt. Pionier auf diesem Gebiet wurde der Diplom-Psychologe Thorwald Dethlefsen. In den letzten Jahren wird auch von anderer Seite aus die Methode der Reinkarnations-Therapie angeboten, u. a. von Dr. B. R. Ebertin, der über dieses Gebiet die nachstehenden zwei Bücher geschrieben hat. Die ernst zu nehmende Literatur über das Fortleben der Seele nach dem körperlichen Tod, Reinkarnation, Rückerinnerungen von Menschen an ihre früheren Inkarnationen, wächst seit Jahrzehnten an und regt zum eigenen Nachdenken an. Genannt seien: Dethlefsen, Th., Das Leben nach dem Leben - Gespräche mit Wiedergeborenen. Ebertin, B. R., Das karmische Gedächtnis - Reinkarnation und neues Bewußtsein. Ebertin, B. R., Wenn die Seele den Körper nicht gesunden läßt. Grof, St., Das Abenteuer der Selbstentdeckung - Heilung durch veränderte Bewußtseinszustände. |
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