Manie und manisch-depressives Syndrom

Die Manie ist gleichsam der Gegenpol zur Depression, die Hochstimmung gegen das seelische Gedrücktsein.

Weil die Manie ähnlich wie die Depression eine Mischung aus verschiedenen Gefühlszuständen sein kann, spricht man heute von einem Manischem Syndrom.

Manisches Syndrom

Mindestens 3 von 9 Merkmalen, falls nur gereizte Stimmung, 4 von 9 Merkmalen, sollten bei Manie vorliegen und die persönliche Lebensführung beeinträchtigen:

  1. Gesteigerte Aktivität oder motorische Ruhelosigkeit
  2. Gesteigerte Gesprächigkeit (Rededrang)
  3. Ideenflucht oder subjektives Gefühl des Gedankenjagens
  4. Verlust normaler sozialer Hemmungen mit unangemessenem Verhalten
  5. Vermindertes Schlafbedürfnis
  6. Überhöhte Selbsteinschätzung oder Größenideen
  7. Ablenkbarkeit oder ständig wechselnde Aktivitäten oder Pläne
  8. Tollkühnes oder leichtsinniges Verhalten (z. B. Lokalrunden, törichte Unternehmungen, rücksichtsloses Fahren
  9. Gesteigerte sexuelle Energie oder sexuelle Taktlosigkeiten

Verhaltensweisen dieser Art finden wir mit Abstufungen in allen Bevölkerungsschichten.

Psychotherapeutische Methoden, verbunden mit entstehender Einsicht und Rücksicht beim Patienten erlauben zumindest eine gewisse Dämpfung sonst überschießender Verhaltensweisen. Homöopathische Mittel können ergänzend eingesetzt werden. Vorsicht ist mit den üblichen Psychopharmaka geboten, weil damit auch erhebliche Nebenwirkungen entstehen können.

 
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