Flüche

Wer von uns hat nicht in der Aufregung oder vor allem in der Wut anderen Menschen schon unbedachte Worte entgegengeschleudert? Nun, wir entschuldigen uns nachträglich damit, daß man eben manchmal "außer sich sein" könne und dann manches Wort ausgesprochen werde, das man später gern wieder zurücknehmen würde. Kommt eben in außergewöhnlichen Situationen manchmal vor! Nun, "Schwamm drüber!"

Aber es gibt Ausdrücke, die extreme Wirkungen haben können, vor allem dann, wenn sie öfter gebraucht werden. Dazu einige Beispiele:

  • "Dich soll doch der Teufel holen!"
  • "Geh`doch hin, wo der Pfeffer wächst!"
  • "Du wirst noch einmal in der Gosse landen!"
  • "Mit Dir wird es noch mal ein schlimmes Ende nehmen!"
  • "Wenn Du einen anderen liebst, sollst Du mit ihm nie glücklich werden!"
  • "Deine Kinder sollen Dich später mal so behandeln, wie Du mit mir umgegangen bist!"

Solche und ähnliche Aussprüche können wie eine Verwünschung wirken, dem Angesprochenen "unter die Haut gehen" und sein künftiges Leben mitbestimmen. Deshalb Vorsicht mit allen Worten, die andere Menschen gravierend schädigen und ihr Leben in negativer Weise beeinflussen können!

Im individuellen Fall können Verwünschungen zu schweren Kontaktstörungen, psychosomatischen Beschwerden und Erkrankungen bis hin zu Selbstmord-Tendenzen führen. Dann spätestens ist heilkundliche und gegebenenfalls auch psychotherapeutische Hilfe angebracht. In der psycho-somatisch ausgerichteten Heilpraxis soll auf Erlebnisse der geschilderten Art besonderer Wert gelegt werden, weil ohne deren Berücksichtigung Heilung nur begrenzt möglich ist.

Literatur:
Ebertin, B. R., Wenn die Seele den Körper nicht gesunden läßt.
6. Auflage, € 19.90

 
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