Adipositas

Hiermit wird ein Zustand übermäßiger Fettansammlung im Körper beschrieben, der als Folge einer gestörten Bilanz zwischen Energiezufuhr und Energieverbrauch zu sehen ist. Heute werden zwei Arten der Fettsucht unterschieden:

1. Allgemeine Fettsucht oder Korpulenz mit gesteigerter Ansammlung von Fett im ganzen Körper.

2. Partielle Fettsucht oder Lipomatose mit gesteigerter Ansammlung von Fett an einzelnen Körperteilen.

Das Fett nimmt zunächst an jenen Körperstellen zu, wo sich auch im normalen Zustand Fettgewebe findet, also unter der Haut, im Bauchraum, in der Umgebung der Nieren, zwischen den Muskeln und Muskelbündeln. Fett kann sich aber auch an und in anderen Organen ansammeln: Fettherz, Fettleber.

Die Regelung der Nahrungsaufnahme durch Hunger und Sättigungsgefühl ist bei der Fettsucht durch übermäßigen Appetit gestört, der besonders seelischen Einflüssen (Kummerspeck!), Eß- und Lebensgewohnheiten unterliegt.

Zum Teil werden Erbfaktoren und Fehlernährung in der Kindheit und Jugend als mit-bestimmend bei der Fettsucht angesehen.

Besonders in hochzivilisierten Ländern beruht die Fettsucht häufig auch auf körperlicher Minderbeanspruchung bei Überernährung und bei Fehlernährung (Fast-Food!).

Bevorzugte Erkrankungen bei Adipositas sind zunehmende Schmerzen im Rücken, in Hüften und Becken, in den Oberschenkeln, Knien und Füßen durch Überlastung der Gelenke, ferner Arterio-Sklerose, Diabetes mellitus, Hypertonie (hoher Blutdruck), Fettleber, Fettherz, Herz-infarkt, Rheuma, Gicht.

Schmerzmittel und Beta-Blocker können in solchen Fällen nur sehr begrenzt hilfreich sein.

Notwendig sind heilkundlich und psychologisch-psychotherapeutisch orientierte ganzheitliche Behandlungen, da und dort bis in den Bereich der Familientherapie hinein.

 

 
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