Entspannungsmethoden

Am bekanntesten ist seit Jahrzehnten das Autogene Training von Johannes H. Schultz. Es wurde von Hans Carl Leuner erweitert als Katathymes Bilderleben.

Schultz hatte entdeckt, daß Entspannung immer mit einer ruhigen Atmung, einem Schweregefühl und einem Wärmegefühl in Teilen des Körpers oder dem ganzen Körper verbunden ist. Diese Erkenntnis machte er sich therapeutisch zunutze.

Statt einen Patienten auf "Entspannung" zu trimmen und ihn damit in eine Art Zwangssituation: "Ich muß mich entspannen, ich muß mich entspannen ..." zu bringen, ist Entspannung gleichsam "durch die Hintertür" möglich, indem die Einstellung auf Atmung, Schwere- und Wärmegefühl geübt wird.

Als Vorläufer von J. H. Schultz können der britische Universalgelehrte Athanasius Kircher (1602 - 1680) gesehen werden, der sich mit Hypnose beschäftigte, die damals aber noch nicht so hieß, sondern dafür den Begriff "Magnetismus" prägte.

Der britische Arzt James Braid (1795 - 1860) erkannte die physiologischen und psychischen Voraussetzungen für einen künstlich hervorrufbaren Schlafzustand, dem er den Namen Hypnose gab. Diese Form des Schlafzustandes setzte er bereits damals bei Nervenstörungen ein.

Der in Österreich, Deutschland und Frankreich lebende Arzt Franz Anton Mesmer (1734 - 1815) gilt als der Entdecker des "Animalischen Magnetismus". der zu einer viel beachteten, aber auch angefeindeten Heilmethode, dem Heilmagnetismus, führte.

In der Schweiz wurde der Apotheker Emile Coué zum Begründer der Autosuggestion mit der Programmierung auf: "Mir geht es von Tag zu Tag immer besser!"

Das heute häufig eingesetzte Autogene Training wurde durch das Entspannungs-Training von Nossrat Peseschkian erweitert.

In der Heilpraxis werden Kurse zur Entspannung angeboten, wobei sich die Kombination mit der Feldenkrais-Methode (Bewußtheit durch Bewegung) als besonders fördernd erwiesen hat. Informationen über Entspannungskurse können unter "News" gefunden werden. 

 
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